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Scheiss auf Reichweite
Während KI gerade das Netz und die Weltherrschaft an sich reisst, starte ich diesen Blog. Über meine Motive kann ich nur spekulieren.
Früher waren einige Dinge besser. Zum Beispiel das Internet. Die Idee war grossartig: Jeder Mensch kann Sender sein. Eine Weile lang stimmte das sogar, die Blogosphäre war wild und wunderbar. Dann kamen die Social-Media-Plattformen und machten aus «jede/r kann senden» ein «wir entscheiden, wer empfängt». Und darum siehst du in deinem Feed, zwischen zwei Werbungen, einen Post, der ein Algorithmus genau für dich ausgewählt hat.
Ich habe beschlossen, wieder Spass am Internet zu haben. Nicht den schnellen Dopaminkick einer endlosen TikTok-Swipe-Session. Sondern die stille Freude daran, wirklich inspiriert zu werden und vielleicht sogar selbst zu inspirieren.
Ich suche mir meine Nischen und Winkel im IndieWeb, entscheide zunehmend wieder selbst, was ich lese (RSS) und werde auf meine alten Tage selbst zum Sender. Primär hier. Scheiss auf Reichweite.
Aber warum?
Kommen wir zum spekulativen Teil. Warum will ich bloggen?
Weil sich meine digitalen Interessen erfahrungsgemäss regelmässig ändern und ich meine Ideen, Gedanken und Ergebnisse der jeweiligen Phasen festhalten möchte. Diese Website soll der Fels sein in der wilden Brandung meiner wechselnden Interessen.
Weil ich Personal Branding zwar abgrundtief doof finde, ein Teil von mir aber glaubt, bei diesem kapitalistischen Theater zumindest eine Nebenrolle spielen zu müssen.
Und weil ich mir einbilde, es zu können.